Ein kurzer Geschichtsrückblick von 1963 bis heute

Unter der Leitung von Martin Sonntag und Christof Stimpfl, bildete sich im Herbst 1963 aus dem Vogter Schützenverein eine Gruppe von Trommlern und Fanfarenbläsern, die so genannten Gründungsmitglieder des Fanfarenzug Vogt, heraus - dazu gehörten:

  • Christof Stimpfl
  • Hubert Hager
  • Siegfried Knörle
  • Alois Blank
  • Gerhard Laas
  • Hubert Veser
  • Franz Markgraf
  • Joh. Baptist Dennenmoser
  • Anton Schorer

Damals noch in den Uniformen des Schützenvereins Vogt, bestritten sie schon bald Auftritte am Fasching sowie bei festlichen Gelegenheiten.

Als einer der Gründungsvereine des ROF (Ring Oberschwäbischer Fanfarenzüge), konnte auch bei diesen Treffen schon bald das umfangreiche Reportoire an Musikstücken dargebracht werden.

Mit der Verlagerung des Vereinssitzes, kam auch die Abnabelung vom Schützenverein Vogt, indem man einen eigenständigen Verein mit der übernommenen Satzung des Fanfarenzug "Graf Zeppelin" (Friedrichshafen) gründete.

Auch die Kleidung wechselte man aufgrund der historischen Vergangenheit Oberschwabens (Oberschwaben war ehemals eine Enklave des Österreichischen Reiches) in eine rot-weiße Uniform.

Zugführer und damals somit auch verantwortlich war bis zum Eintrag ins Vereinsregister am 12. Dezember 1972, Christoph Stimpfl. Ab diesem Zeitpunkt war der schon im April 1972 zum 1. Vorsitzenden gewählt Karl Dietz rechtlich für den Verein verantwortlich. Zum 2. Vorsitzenden wurde Josef Euperle gewählt, Kassier wurde Karl Buemann.

Doch schon im Oktober 1972 änderte sich in einer außerordentlichen Versammlung die Aufstellung. Neuer 1. Vorsitzender wurde Karl Buemann und 2. Vorsitzender wurde Karl Dietz, der für den aus beruflichen Gründen scheidenden Josef Euperle eintrat. Lediglich die Zugführerposition blieb, bis zu seinem Ausscheiden 1973, unverändert bei dem später zum Ehrenmitglied ernannten Christof Stimpfl.

Im Jahre 1974 entwarf Karl Buemann die rot-weiß-schwarze Uniform, die das Bild des Fanfarenzugs Vogt bis in unsere heutige Zeit prägt.

Karl Buemann - von 1972 bis 1993 erster Vorsitzender des Fanfarenzug Vogt und 1974 - 1988 Präsident des Rings Oberschwäbischer Fanfarenzüge, danach bis zu seinem Tode 1995 dessen Ehrenpräsident - prägte in seiner über zwanzigjährigen Vereinsführung die Entwicklung des Fanfarenzuges zu einem ca. 30 Mann (und Frau) starken Zug, welcher stets gern eingeladen wird und großes Ansehen im Ring genießt.

Der Vereinszweck des Fanfarenzuges liegt in der Kultur- und Brauchtumspflege. In erster Linie stehen hier Auftritte in der Fasnetszeit bis in den Stuttgarter Raum, so z. B. Donzdorf, Oberkochen, Kötz und Wernau, um nur einige zu nennen.

Doch nicht nur hier wurde der Fanfarenzug gefordert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden Einladungen zu historischen Stadtfesten (z. B. Laupheim), Stadtjubiläen wie Heidenheim oder Mindelheim, Schützenfesten sowie Freundschaftstreffen in nah und fern wahrgenommen.

Ebenso ist der Fanfarenzug Vogt e. V. seit über 15 Jahren ein fester Bestandteil des Betriebsfestes der Firma Dr. Ing. h.c. Ferdinand Porsche in Stuttgart. Auch international wurden Erfahrungen gesammelt, wie Beispielsweise in Italien, Schweiz, Fürstentum Lichtenstein und Frankreich.

Frankreich ist hierbei das Hauptreiseland des Vereins. Neben Auftritten wie Metz oder Saint Calaise, kam es an Pfingsten 1988 - im Rahmen des Deutsch-Französischen Kulturaustauschs - zum ersten Kontakt mit Le Mayet de Montagne in der Auvergne. Nach einer Folge von Auftritten innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren, begleiteten uns der Vogter Bürgermeister Wassmer sowie ein paar Gemeinderäte zu einer weiteren Reise ins Nachbarland.

Aus der Vorarbeit Karl Buemanns mit seinem Fanfarenzug und dieser herzlichen Begegnung, die der Vogter Abordnung zuteil wurde, entstand deshalb zwischen Vogt und Le Mayet de Montagne schon 1992 eine echte Europäische Gemeinschaft, die bis heute regen Zuspruch erfährt.

Die Finanzierung unserer Vereinstätigkeit erfolgt zumeist durch Spenden, Auftrittsgelder, Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen der Gemeinde und des Landes für die Jugendausbildung und Brauchtumspflege. Damit werden neue Musikanten kostenlos ausgebildet, Uniformen und Instrumente gewartet und die laufenden Vereinskosten getilgt.

Wenn Sie uns in unserer Arbeit unterstützen wollen, werden Sie Mitglied, oder Spenden Sie einen Betrag an:

Fanfarenzug Vogt e. V.
Volksbank Allgäu-West
BLZ: 650 920 10
Kto-Nr.: 42 10 70 005

Die Entstehungsgeschichte unseres Vereinsheims

Ursprünglicher Verwendungszweck

Der Ursprung des Fanfarenheimes bestand aus einem Anbau an einen alten, in mehrere Teile getrennten Schuppen, welcher der Gemeinde Vogt als Lager für div. Geräte diente. Auf die Idee, daran anschließend ein Vereinsheim zu bauen, kam der damalige 1. Zugführer Christof Stimpfl.

Auf Grund der guten Akustik in der Kiesgrube, bat er den damaligen Bürgermeister, Herrn Anton Wucher, um die Erlaubnis anzubauen. Der Grundstein für diesen Anbau wurde am 1. August 1966 gelegt, als die Mitglieder:

  • Christof Stimpfl
  • Gerhard Skibak
  • Harry Skibak
  • August Rees
  • Josef Rees
  • Josef Sonntag
  • Karl Scheins
  • Joh. Baptist Dennenmoser
  • Siegfried Knörle
  • Hubert Veser
  • Hubert Hager
  • Franz Küchle
  • Gerd Wylezoll
  • Gerhard Laas
  • Peter Krey
  • Alois Blank
  • Anton Schorer
  • Harald Köble
  • Franz Markgraf
  • Josef Joos

lt. einer Arbeitsliste mit dem Bau des Vereinsheimes begannen.

Aus der Niederschrift einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 07.02.1968 geht hervor, daß bis dato ein Zuschuß von 3.518,25 DM bewilligt wurde. Nicht erfasst waren die unzähligen Materialspenden die von den Mitgliedern zusammengetragen wurden (z. B. Ziegelsteine von der Fa. Vogel). Bis ins Jahr 1994 wurde das Heim finanziell, sowie durch hohen Arbeitseinsatz der Mitglieder, unterhalten.

Das Renovierungskonzept

Bereits 1993 machte man sich im Fanfarenzug Vogt Gedanken über eine Sanierung des Vereinsheimes. Durch beschädigten Dachplatten wurde das Dachgebälk im Laufe der Zeit vor Witterungseinflüssen nicht mehr geschützt. So war es nur noch eine Frage der Zeit bis die morschen Sparren dem Gewicht nicht mehr standhalten konnten.

Um dem zuvorzukommen, wurde mit der Planung der Renovierungsarbeiten begonnen und bereits im März 1993 die ersten Renovierungsentwürfe fertiggestellt.

Die Finanzierung

Als 1994 die bis dahin mehrmals überarbeiteten Renovierungspläne der Vorstandschaft vorlagen, galt es nur noch die letzte Hürde zu nehmen - die Finanzierung des Projekts. Um sich einen Überblick über die Kosten zu machen, mußten erst einmal Angebote über die einzelnen Gewerke eingeholt werden.

Nach einer langen Verhandlungsphase mit den beteiligten Firmen konnten die Gesamtkosten schließlich ermittelt werden. Da die Finanzierung jedoch aufgrund der hohen Summe nicht von alleine zu bewältigen war, beantragte man einen Zuschuß bei der Gemeinde. Nach einer Sitzung des Gemeinderats im April 1995, in welcher über den Zuschuß beraten wurde, war es soweit. Der Zuschuß war genehmigt, und wir konnten mit den Renovierungsarbeiten endgültig beginnen.

Schritt für Schritt zum neuen Vereinsheim

  • Abriss des baufälligen Schuppens
  • Entsorgung der alten WC Anlagen
  • Abdecken der Dachplatten
  • Abbruch des morschen Dachgebälks und der Giebelseiten
  • Entsorgung des Dämmmaterials in der Zwischendecke (Späne und Steinwolle)
  • Abbruch der baufälligen Zwischendecke
  • Aufmauern und Ausnivellieren der tragenden Wände
  • Einbau der Zwischendecke
  • Betonieren des Ringankers
  • Aufmauern der Giebelseiten
  • Aufrichten und Abbinden des Daches
  • Isolieren und Eindecken des Daches
  • Produktion und Einbau der Fenster
  • Elektroarbeiten
  • Verputzarbeiten innen
  • Gestaltung des Proberaums sowie Innenausbau
  • Verputzarbeiten außen

Neben den Arbeiten am Vereinsheim wurden auch die Außenanlagen mit viel Aufwand erneuert. So können wir heute, nach vielen Entbehrungen und mehreren tausend Arbeitsstunden, auf ein sicherlich im süddeutschen Raum einmaliges Fanfarenheim stolz sein.

Der Ausschuss

1. Zugführer

Adelbert Skibak
1.zugfuehrer(at)fanfarenzug-vogt.de

Uniform- und Instrumentenwärtin

Christine Ströbele
uniformwart(at)fanfarenzug-vogt.de

Heimwart

Joachim Pfleghar
heimwart(at)fanfarenzug-vogt.de

Vogt das Tor zum Allgäu

Ein grandioser Ausblick vom Allgäuer Tor bei Vogt: Am Horizont die Alpen, ein Meer von Graten, Schrofen und Gipfeln. Von der Zugspitze bis zu den Berner Alpen. Ein alter Spruch sagt: "Das Allgäu beginnt dort, wo man die Alpen sieht". Demnach ist Vogt eine Grenzstadt - noch Oberschwaben und schon Allgäu.

Erkunden Sie das Naturparadies Hochmoor Fürenmoos mit seinen lichten Spirkenwäldern, den Fuchsbühl, die Saulach oder den Bierenstil. Mit dem Fahrrad erfahren Sie die Gegend auf einem weitverzweigten Netz ruhiger Radwege. Sie können Tennis spielen oder auch im Sportzentrum Vogt auf modernen Wettkampfanlagen trainieren.

Zu entdecken gibt´s hier viel, das ganze Jahr über. Vogt liegt am südlichen Rand des Altdorfer Forstes, dem mit 9000 ha größten zusammenhängenden Waldgebiets Oberschwabens. Zahlreiche interessante Rundwanderwege durchziehen diesen riesigen Forst und die angrenzenden Täler.

Wem´s im Sommer zu warm wird, der geht ins Vogter Freibad, im Volksmund auch Holzmühleweiher genannt. Die grünen Ufer des klaren Moorsees laden zum Verweilen und Faulenzen ein. Platz gibt´s genug - auch für Kinder.

Vogt ist von der Sonne verwöhnt. Das verdankt es seiner gesunden Lage in 700 Meter Höhe. Wenn im Herbst und Winter in den tieferen Lagen grauer Nebel hängt, scheint hier oben meistens die Sonne.

Egal ob Wanderer oder Skilangläufer - das gesunde, voralpine Reizklima tut jedem gut. Über 40 km Loipen für jeden Geschmack - da hat man genügend Gelegenheit, mal so richtig durchzuatmen. Wer Lust hat, stärkt sich anschließend in einem der urigen Wirtshäuser, oder macht noch einen Abstecher ins Ozonhallenbad und in die Sauna.

Vogt hat aber auch in kultureller Hinsicht einiges zu bieten. Zentrum dieser Aktivitäten ist der "Flammenhof". Der Besucher hat die Qual der Wahl. Zwischen Kammermusik und Kabarett, Matineen und Ausstellungen, Filmen und Puppentheater für groß und klein.

Für größere Veranstaltungen wie Konzerte oder Tanz gibt´s die Sirgensteinhalle. In Vogt feiert man gerne und viel - Fasnet zum Beispiel, die oberschwäbische Variante der Fastnacht. So gut wie heute ging es den Vogtern übrigens nicht immer. An schwerere Zeiten erinnert noch das heimische Fasnetshäs der Vogter Heufresser. Früher, so die Überlieferung, lebten im Dorf Söldner, die so arm waren, dass sie buchstäblich "Heu fressen" mussten, um nicht zu verhungern.

Der Fremde fühlt sich hier schnell daheim, denn Gastfreundschaft hat in Vogt eine lange Tradition. "Andere Leut sind au Leut" sagt ein altes Allgäuer Sprichwort, nach dem man hier noch lebt.

Wie früher - meinen die, die sich aufmachen, die Gegend zu erkunden. Wunderlich und heimelig ist die Landschaft um Vogt herum. Sanfte Hügel in allen Formen - kleiner, größer, steiler, flacher. Eingebettet in die grünen Wiesen idyllischen Moorseen. Alte Weiden senken sich zum Wasser, berühren es sanft. Eine Landschaft, beschaulich, gleichmäßig, still in sich ruhend. Eine Landschaft die prägt. Weit weg die Hektik des Alltags.

In Vogt ist vergangenes noch gegenwärtig. Bewährte Werte bewahrt man hier. So hat man wirklich noch freie Zeit - für sich selbst, aber auch für andere.

Wenn Sie Informationsmaterial über unsere Gemeinde anfordern möchten, wenden Sie sich bitte an:

Fremdenverkehrsamt Vogt
Kirchstrasse 11
88267 Vogt

Tel: 07529/209-0
Fax: 07529/209-24

Internet: http://www.vogt.de

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